Ollon Villars WO LEGENDEN WIEDER LEBEN ERWACHSEN

Das historische Bergrennen Ollon-Villars 2025 fand am 23. und 24. August statt und knüpfte damit an eines der bedeutendsten Kapitel des Schweizer Motorsports an.
Zwischen dem Dorf Ollon und dem Ferienort Villars-sur-Ollon hallte auf der 8,3 Kilometer langen Strecke bei dieser perfekt organisierten 9. Ausgabe erneut der raue Klang alter Motoren wider.

Seit der ersten Ausgabe in den 1950er Jahren haben sich beim Bergrennen so renommierte Namen wie Jo Siffert, Jim Clark oder Peter Schetty einen Namen gemacht. 1998 wurde es in seinem historischen Format wiederbelebt und ist heute ein unverzichtbares Ereignis für Liebhaber von Oldtimern. Im Jahr 2025 nahmen mehr als
300 Autos und Motorräder an den Vorführungen teil – hier gibt es kein
Rennen gegen die Uhr: Im Vordergrund steht die Weitergabe
eines kulturellen Erbes.

Das offene Fahrerlager im Herzen des Dorfes bot eine seltene Nähe:
Fahrer, Teams und Besucher tauschten sich ungezwungen aus, umgeben von Einsitzern, Prototypen und Grand-Prix-Fahrzeugen. Die Strecke blieb derjenigen der großen Jahre treu und ermöglichte es dem Publikum, die Essenz der großen europäischen Bergrennen zu spüren.

Georges Gachnang

Diese Ausgabe bleibt durch einen besonderen Moment geprägt: den letzten öffentlichen Auftritt von Georges Gachnang, dem Präsidenten der Veranstaltung, der einen Monat später im Alter von 94 Jahren verstarb. Der ehemalige Rennfahrer und Konstrukteur hatte zusammen mit seinem Bruder das Rennteam CEGGA (Claude et Georges Gachnang Aigle) gegründet.
Zwischen 1958 und 1967 bauten sie zwölf Rennwagen, darunter zwei
Formel-1-Prototypen mit Maserati- und später Ferrari-Motoren.
Georges Gachnang nahm auch an den 24 Stunden von Le Mans
1960. Sein Vermächtnis lebt weiter: Seine Enkelin Natacha Gachnang und sein Enkel Sébastien Buemi, vierfacher Sieger der 24 Stunden von Le Mans, führen die Tradition fort.
Seine Vision ermöglichte die Wiedergeburt von Ollon-Villars. Auf Wiedersehen, Georges.
Und danke für die Straße.

„Als ehemaliger Rennfahrer und Konstrukteur gründete er zusammen mit seinem
Bruder das Rennteam CEGGA (Claude et Georges Gachnang Aigle).
ZWISCHEN 1958 UND 1967 BAUTEN SIE ZWÖLF RENNWAGEN, DARUNTER ZWEI FORMEL-1-PROTOTYPEN MIT MASERATI- UND SPÄTER FERRARI-MOTOREN.”

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